Historie
Um einen Einblick zu bekommen, wie teuer ein RX7 in Wirklichkeit sein kann, sollen hier die bei mir entstandenen Kosten aufgeführt werden. Hier werden nur die nötigen Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten aufgelistet. Kosten für Tuningmaßnahmen, die ich durchgeführt habe, um etwas zu verbessern bzw. zu ändern werden hier nicht aufgeführt. Das ganze ist wie ein Tagebuch aufgebaut, die einzelnen Maßnahmen werden erläutert und am Ende eines jeden Eintrages stehen die entstandenen Kosten. Die neuesten Einträge stehen oben, die älteren unten.
April 2009: Reifen (Verschleiß)
Die alten Uniroyal-Reifen haben 25.000 km gehalten und waren abgefahren. Vier neue Hankook RS-2 225/50ZR16 92W wurden aufgezogen. Kurzes Statement zu den Hankook-Reifen: lauter und etwas härter als die Uniroyal-Reifen, genialer Grip bei Trockenheit, gutes Handling auch bei Nässe. Kostenpunkt 412€.
Juni 2008: Motor - Wasserschaden bei 104.000 km
Im Mai dann die traurige Erkenntnis, Motor hat einen Wasserschaden. Leistungsverlust, die Add-Coolant Lampe geht ständig an, nach dem Abstellen des Motors kann dieser nicht mehr angelassen werden, da eine Kerze nass wird. Erst einige Stunden später, wenn die Kerze wieder trocken ist, lässt sich der Motor starten. Im kalten Zustand läuft der Motor sehr unrund, erst nach einer Weile fängt er sich und läuft wie gewohnt. Eine Motorrevision war unvermeidlich. Kostenpunkt: 3160 Euro inklusive Rotorgehäuse vorne und hinten.
September 2007: Steuergerät (Defekt), Ladedruckschläuche (Verschleiß)
Mit der Zeit wurde mein FD immer langsamer, ich war mir allerdings nicht sicher, ob ich mir das nur einbilde oder ob die Leistung tatsächlich abnimmt. Erst als nach einer gewissen Zeit die Turbos nicht mehr so deutlich hörbar waren, wurde klar, dass irgendetwas nicht stimmt. Die Höchstgeschwindigkeit betrug zu dem Zeitpunkt nur noch 230 km/h und bei der Beschleunigung merkte man jetzt auch deutlich, dass Leistung fehlt.

Als mögliche Ursache kamen die Ladedruckschläuche in Frage. Mit der Zeit werden sie spröde, können reißen und der Ladedruck nimmt dementsprechend ab. Da mein FD doch schon einige Jahre auf dem Buckel hatte, wollte ich sie alle mal austauschen. Als ich erfahren habe, dass es beim FD mehr davon gibt als bei gewöhnlichen Fahrzeugen, wollte ich diese Arbeit nicht selber machen und fuhr zum Iwan von www.rotary-imports.de, mit dem ich über das Forum Kontakt geknüpft hatte.

Vor der eigentlichen Arbeit wurde zu Diagnosezwecken ein Ladedruckmesser angeschlossen. Nach der ersten Probefahrt wurde ersichtlich, dass nur noch der erste Turbo bis ca. 0,5 bar ging. Die erste Turbine hat den nötigen Druck von ca. 0,7 bar gar nicht erst erreicht, um die zweite zu „aktivieren“. Das Problem waren also die Turbos und wurden deshalb genauer unter die Lupe genommen. Schnell wurde der erste Mangel erkannt: ein Einwegventil hat den Geist aufgegeben und wurde durch einen neuen ersetzt, doch der Ladedruck hat sich nicht wesentlich verändert. Der Fehler konnte nicht genau bestimmt werden, deshalb kam der Entschluss die Unterdruckschläuche zu ersetzen. Einige Schläuche waren schon hart und brüchig geworden. Nachdem die Unterdruckschläuche getauscht worden sind, ging der Ladedruck immer noch nicht über 0,6 bar hinaus - der Fehler lag also woanders! Die Suche nach der Fehlerquelle stellte sich als schwerer heraus, als am Anfang angenommen. Fast schon aus Verzweiflung wurde zum Testen ein anderes Steuergerät angeschlossen und siehe da, der RX7 lief wieder besser, der Ladedruck des ersten Turboladers lag wieder bei 0,8 bar, der zweite ging nur bis etwa 0,7 bar und die Leistung hat sich spürbar verbessert. Der Fehler schien am Steuergerät zu liegen.

Als nächstes wurde ein Apexi Power FC-Steuergerät angeschlossen mit der Hoffnung beide Werte zu verbessern. Mit den Einstellungen dieses programmierbaren Steuergerätes sollten die Turbos bis 0,9 bar gehen. Der erste hat diesen Wert erreicht, der zweite blieb wiederum bei ca. 0,7 bar hängen. Es stand aber definitiv fest, dass mein Steuergerät das Problem war. Als Ursache für den zu niedrigen Ladedruck beim zweiten Turbolader, wurde der Katalysator vermutet. Mit dem Alter kann der nämlich verstopfen und sich negativ auf die Leistung auswirken.

Ein Apexi Power FC wurde bestellt und eingebaut. Der Kat wurde ebenfalls getauscht. Jetzt erreichen beide Turbos problemlos die 0,9bar-Marke. Um sich nicht mehr nur auf das Gefühl zu verlassen, wurde zusätzlich eine mechanische Ladedruckanzeige von Greedy eingebaut. Somit können Veränderungen beim Ladedruck frühzeitig erkannt werden und man kann nach den Ursachen dafür gezielt suchen. Kostenpunkt: Steuergerät inkl. Map 950 Euro, gebrauchter Katalysator 130 Euro.
August 2007: Standschaden
Im ersten Halbjahr 2007 war ich beruflich im Ausland und konnte deswegen den RX7 nicht fahren. Nach der Rückkehr sprang das Auto nicht mehr an. Was ich noch nicht wusste war, dass ich zu diesem Zeitpunkt bereits einen schleichenden Wasserschaden hatte. Auto Abschleppen lassen, Bremsen wurden gangbar gemacht, neue Bremsklötze hinten eingebaut, Motor mit HD40 zum Laufen gebracht. Außerdem musste ein Ladedruckschlauch ersetzt werden und ein Klimaservice war auch fällig. Kostenpunkt insgesamt: 695 Euro.
Juli 2006: Kühlerdeckel
Bei heissem Wetter nach Abstellen des Motors kochte das Kühlwasser hörbar mit Dampfentwicklung. Der Kühlerdeckel wurde vorsorglich ersetzt. Vermutlich war das hier der Beginn eines schleichenden Wasserschadens, der sich noch über eine Dauer von zwei Jahren ziehen sollte. Kostenpunkt: 22 Euro
August 2005: Auspuff - Endtopf (Verschleiß)
Bei einer Tüv-Prüfung wurde festgestellt, dass der Auspuff-Endtopf getauscht werden muss. Habe mir schließlich wegen der leisen Geräuschentwicklung den originalen bei Mazda bestellt. Kostenpunkt: 537 Euro. Eine neue Auspuff-Dichtung 12 Euro.
Oktober 2004: Hagelschaden
Auto steht auf dem Parkplatz bei der Arbeit. Es fängt an zu hageln, keine Chance den Wagen noch in Sicherheit zu bringen. Versicherung gemeldet, Gutachter berechnet den Schaden auf 2000 Euro. In einer Mazda Werkstatt den Wagen richten lassen. Tatsächlicher Schaden 3900 Euro. Drei mal musste das Auto nachgebessert werden, weil entweder der Farbton nicht gepasst hat, nicht sauber gearbeitet wurde und der Lack Macken hatte. Ärgerlich aber letztendlich hat alles gepasst. Schaden wurde von der Versicherung übernommen, die Selbstbeteiligung war allerdings fällig
September 2003: Reifen (Defekt)
Einer der Bridgestone-Reifen hat innerhalb von vier Tagen ca. 0,6 bar verloren. Der Reifenhändler stellte ein kleines Loch auf der Lauffläche fest. Vier neue Uniroyal 225/50R 16 92W TL Rainsport-1 mussten her. Kurzes Statement zu den Uniroyal-Reifen: Laufruhig, leise, komfortabel, gutes Handling bei Nässe, bei Trockenheit eher wenig Grip, schwammig. Kostenpunkt 500€.
August 2003: Kupplung (Verschleiß)
Wollte mal wieder eine kleine Ausfahrt machen, steige ein, Motor angelassen, Kupplung durchgetreten doch die Gänge gehen nicht rein. Fahrzeug abschleppen lassen, Diagnose: Kupplung verschlissen! Kostenpunkt 832 Euro für eine neue Kupplung inkl. Einbau.